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Archive for Juni 2008

Puh, es ist etwas erschreckend, was Philippe Borremans in seinem Beitrag auf dem Blackline-Blog für sich feststellt. Oder soll ich es eher als Anlass zur Freude nehmen, da es in unserem Studiengang anders läuft?

Philippe Borremans war unter anderem lange Zeit bei IBM Europe als PR Fachmann beschäftigt. Eines seiner Steckenpferde ist Online-PR. Die Kernaussage seines Beitrags: Die nächste Generation der professionell ausgebildeten PRler ist wahrscheinlich nicht auf den beruflichen Umgang mit Social Media vorbereitet. Dafür zählt er folgende fünf Gründe auf, die er aus Gesprächen mit europäischen und amerikanischen Studenten und Professoren herleitet:

  1. Studenten benutzen Facebook, Weblogs & Co zwar für den Privatgebrauch, aber nicht „in a work context“.
  2. Manche Professoren haben einfach keine Zeit, Online-Kommunikation während ihrer Vorlesungen zu behandeln.
  3. Andere sagen, sie können Social Media nicht in den Stundenplan integrieren, weil es nicht Teil der Studienordnung ist.
  4. Und wieder andere sagen (Achtung, festhalten): Sie haben selbst keine Erfahrung mit solchen Tools, wie sollen sie es dann den Studenten beibringen…
  5. An manchen (PR-) Hochschulen lässt sich das Thema gar nicht näher bringen, da es das technische Umfeld nicht erlaubt: „incorporating social media in the day to day teaching environment is an IT nightmare“.

So lange das so bleibt, meint Borremans, wird es für Kommunikationsfachleute wie ihn unmöglich sein, junge Leute mit der gewünschten Erfahrung einzustellen.

Vor allem aufgrund dieser Schlussfolgerung fühle mich verpflichtet, das Fähnchen für unseren Studiengang hochzuhalten. Am einfachsten mache ich das wohl, indem ich fünf „Gegengründe“ aufzähle.

Zu 1: Dieser Blog (so jung er auch ist, aber wir haben ja auch noch zwei Semester vor uns) ist der erste Gegenbeweis. Davon abgesehen wurden wir als Online-Journalismus-Studenten schon seit Studienbeginn mit Social Media konfrontiert – und da kam die Sache erst ins Rollen.

Seit diesem Semester beschäftigen wir uns zum einen in einer Veranstaltung mit den Möglichkeiten des Web 2.0. Zum anderen kommunizieren wir (Studenten und Professor) untereinander für unsere Praxisprojekte via Google Sites, Mr. Wong & Co und beleben wie alle PR-Studenten im Hauptstudium die PR-Fundsachen – ein Gemeinschaftsblog zu Themen rund um PR, klassische Medien und das Internet.

Außerdem erstellen wir für unseren Projektpartner (Software AG) ein Konzept für eine interne, internationale Kommunikationsplattform (im vorletzten Blogbeitrag beschrieben). Eine zweite Projektgruppe relauncht für den General Motors-Betriebsrat das „GM Workers Blog“. Die Liste ginge noch weiter.

Zu 2: Unseren Professoren sei Dank: dafür ist immer Zeit. Sowohl für die Pflicht, als auch für die Kür (für Exkurse, neue Anregungen und weitere Fragen). Es ist sogar essentiell für unseren Studiengang.

Zu 3: Kurz abgehakt: Für die PR-Studenten im Hauptstudium ist es Teil der Studienordnung bzw. der Vorlesungen. Im siebten Semester werden wir uns sogar noch eingehender mit Twitter, Friendfeed und „Freunde“ beschäftigen.

Zu 4: Tja, das klingt logisch. Aber wieso nehmen diese Professoren dann nicht ein paar Leute, die sich damit auskennen, zur Seite oder werden selbst aktiv. Es ist ja nicht so, dass man daran nichts ändern könnte. Unser Professor Thomas Pleil bloggt seit 2006, twittert seit 2007 und „friendfeedet“ seit diesem Jahr. Und versucht stets sein Bestes, es uns nahe zu legen.

Zu 5: Gegen unser „IT-Umfeld“ lässt sich nichts einwenden. Laptop, Strom, Internetzugang, Beamer, motivierte Studenten und ein motivierter Prof – mehr braucht es ja auch eigentlich nicht, um „mediensozial“ zu werden ;).

Eigentlich wäre hier noch lange nicht Schluss, aber eventuell hat jemand ein paar Ergänzungen auf Lager?

Ein Artikel von Sina Lauer

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Heute haben wir in unserer Vorlesung PR Ia ein Referat zum Thema Krisen-PR am Beispiel Telekom gehört. Wie es der Zufall so will kam just in diesem Moment ein Interview mit dem Reputationsexperte Frank Wilmers auf der Karriere-Bibel in meinen RSS-Reader geflattert. Wilmers spricht hier über die häufigsten Reputationskrisen, wie man solche erkennt und wie man in der Krise reagieren sollte. In meinen Augen handelt es sich hierbei um ein sehr interessantes Interview, das sich lohnt zu lesen.

Ein Artikel von Michelle Mühlhauser

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Zweiter Blogtag – zweiter Blogeintrag. Heute möchten wir einen kurzen Ausflug in unsere studentische Welt machen. Während unseres Studiums arbeiten wir regelmäßig in Projekten. Unsere Projektgruppe kooperiert in diesem Semester mit der Software AG, Darmstadt.

Wir befinden uns somit in der Rolle einer externen Agentur und können sehr nah am „wirklichen Berufsleben“ Erfahrungen sammeln. Unsere Aufgabe ist es, eine internationale Kommunikationsplattform für die PR-Zuständigen der Software AG zu konzipieren. Im April starteten wir nach einem ausführlichen Briefing damit, das Konzept zu erarbeiten. Trotz einigen Praktika in Agenturen oder PR-Abteilungen in Unternehmen sowie einem Seminar, in dem wir den PR-Managementprozess kennen gelernt und eine PR-Konzeption als „Trockenübung“ erarbeitet haben, war für viele von uns die detaillierte Konzeptgestaltung Neuland.

Die Analyse nahm unerwartet viel Zeit in Anspruch, aber sie bildet schließlich auch die Basis allen weiteren Vorgehens. Teil unserer Analyse war auch eine Befragung der PR-Verantwortlichen weltweit zur momentanen Kommunikation untereinander. Die Fragebögen mussten möglichst schnell entworfen und nach Erhalt ausgewertet werden. Demnach blieb uns nicht viel Zeit. Wir gaben unser Bestes und erhielten auch überwiegend gute und verwertbare Antworten.

Dennoch denken wir, dass wir noch mehr hätten „herausholen“ können. Aber wie wird das in der Praxis gehandhabt? Werden solche Fragebögen und Evaluationen von den Agenturen selbst erstellt und ausgewertet? Oder werden dafür dann externe Institute oder Experten beauftragt? Und sind solche Erhebungsmethoden (abgesehen von anderen Analysen, die selbstverständlich sind) sozusagen „Gesetz“, also für Konzepte immer vorgesehen? Wie kann man sicher sein, das Beste evaluiert zu haben?

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Wenn wir uns kurz vorstellen dürfen: Wir sind Sina Lauer und Michelle Mühlhauser und studieren derzeit an der Hochschule Darmstadt Online-Journalismus mit dem Schwerpunkt PR/Öffentlichkeitsarbeit. Momentan sind wir im Hauptstudium – um genau zu sein im 6. Semester. Das bedeutet für uns, dass uns die h_da bereits im nächsten Jahr in die Berufswelt entlassen wird.

Angespornt von der aktuellen Diskussion über die Wichtigkeit einer Online-Reputation haben wir uns dazu entschlossen, die Kontaktfrequenz aufzusetzen. Der PR-Blogger Klaus Eck und unser Professor Thomas Pleil erachten gerade diese Art des Reputationsaufbaus für uns als angehende PRler als sehr wichtig und haben uns mit dieser Aussage zum nachdenken angeregt.

Können wir als Studentinnen, die zwar schon erste Berufserfahrungen sammeln durften, aber noch nicht fest im Berufsleben integriert sind, wirklich profundes Wissen zu aktuellen Diskussionen beisteuern? Diese anfängliche Skepsis wich schließlich unserer „Abenteuerlust“.

Die Idee hinter diesem Blog ist, aktuelle PR-Themen aufzugreifen, aber auch genauso unseren Studienalltag mit all seinen täglichen Herausfoderungen zu beschreiben – Studieren ist nämlich nicht immer so einfach und stressfrei wie viele immer denken.

Kommentare zu den Beiträgen, Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht, denn nur so wissen wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

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