Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Online-PR’

Viele Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen und Agenturen unterschätzen auch heute noch die Wichtigkeit des Internets im Allgemeinen und der Zielgruppe Blogger im Besonderen. Die Kommunikationsbemühungen richten sich vornehmlich an die klassischen und altbekannten Massenmedien.

Sie wissen zwar von der Existenz des Internets und der ein oder andere wagt auch einen (oftmals mehr oder weniger gelungenen) Vorstoß in die Welten des Web 2.0, doch ist für sie das Internet ein Instrument für die schnelle Verbreitung der eigenen Botschaften. So „missbrauchen“ sie Twitter und Co. als zusätzlichen Newschannel – Die Gedanken des Dialogs und der Vernetzung werden dabei kurzerhand unter den Teppich gekehrt.

Doch hat sich mit dem Aufkommen des Webs 2.0 und den neuen Kommunikationskanälen auch unser Kommunikationsverhalten unwiderruflich verändert.  Unserer Meinung können wir schnell Luft machen und wenn wir uns etwas kaufen wollen, lassen wir uns von den Empfehlungen unserer virtuellen Bekannten beeinflussen.

Die Unternehmen stehen nun  vor der Frage: Wie spreche ich die Meinungsmacher des Webs an? Viele verlassen sich dabei auf altbewerte Methoden und nehmen die auserkorenen Blogger kurzerhand in ihren Verteiler auf und beglücken sie fortan mit ihren Presseinformationen. In ihrem Referat über PR-Ethik hat uns Sina gestern anhand eines Beispiels gezeigt, dass es eben nicht so funktioniert:

Die PR-Agentur Edelman versendete für ihren Kunden Microsoft fabrikneue Acer Notebooks mit dem Vista-System an Blogger. Den Notebooks war ein Schreiben beigelegt, das darauf hinwies, dass die Blogger das Notebook gerne ausprobieren und auch behalten dürften. Zudem dürften sie „gerne“ anderen über ihre Erfahrungen mit dem PC berichten. Schnell kam der Vorwurf des Bestechungsversuchs auf und verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Blogosphäre. Um diesen Verdacht zu widerlegen, zog Edelman in einem Schreiben das Angebot zurück, dass die Blogger die Notebooks behalten dürfen.

Ich denke dieses Beispiel zeigt, auch wenn es im Alltagsgeschäft der PR Gang und Gäbe ist, Journalisten Produktbeispiele zuzuschicken, heißt das noch lange nicht, dies unaufgefordert auch bei Bloggern zu tun. Während einer Diskussion in der Vorlesung waren wir uns gestern alle einig: Um als Unternehmen mit seinen Produkten im Netz wahrgenommen und beachtet zu werden, ist es unumgänglich, sich ebendort eine Identität aufzubauen und bspw. auf dem Unternehmensblog oder dem eigenen Twitter-Channel den Dialog mit den Online-Multiplikatoren zu suchen und sich mit diesen zu vernetzen.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Welche Strategie verfolgt ihr bei der Ansprache von Online-Multiplikatoren?

Ich denke ein Stück weit werden wir diese Fragen auch auf der Fachtagung „Zukunft Online-PR 2009“ am 29. Januar 2009 an der Hochschule Darmstadt klären können, dennoch freue ich mich auf euer Feedback in der Kontaktfrequenz

Ein Beitrag von Michelle Mühlhauser

Read Full Post »

Es gibt mal wieder zwei neue Fundsachen:

Sina beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit unserem Semesterprojekt, dem neuen Frauenportal ellviva.de und ich widme mich der vorbildlichen Online-PR-Strategie Obamas.

Eine Notiz von: Michelle Mühlhauser

Read Full Post »

Puh, es ist etwas erschreckend, was Philippe Borremans in seinem Beitrag auf dem Blackline-Blog für sich feststellt. Oder soll ich es eher als Anlass zur Freude nehmen, da es in unserem Studiengang anders läuft?

Philippe Borremans war unter anderem lange Zeit bei IBM Europe als PR Fachmann beschäftigt. Eines seiner Steckenpferde ist Online-PR. Die Kernaussage seines Beitrags: Die nächste Generation der professionell ausgebildeten PRler ist wahrscheinlich nicht auf den beruflichen Umgang mit Social Media vorbereitet. Dafür zählt er folgende fünf Gründe auf, die er aus Gesprächen mit europäischen und amerikanischen Studenten und Professoren herleitet:

  1. Studenten benutzen Facebook, Weblogs & Co zwar für den Privatgebrauch, aber nicht „in a work context“.
  2. Manche Professoren haben einfach keine Zeit, Online-Kommunikation während ihrer Vorlesungen zu behandeln.
  3. Andere sagen, sie können Social Media nicht in den Stundenplan integrieren, weil es nicht Teil der Studienordnung ist.
  4. Und wieder andere sagen (Achtung, festhalten): Sie haben selbst keine Erfahrung mit solchen Tools, wie sollen sie es dann den Studenten beibringen…
  5. An manchen (PR-) Hochschulen lässt sich das Thema gar nicht näher bringen, da es das technische Umfeld nicht erlaubt: „incorporating social media in the day to day teaching environment is an IT nightmare“.

So lange das so bleibt, meint Borremans, wird es für Kommunikationsfachleute wie ihn unmöglich sein, junge Leute mit der gewünschten Erfahrung einzustellen.

Vor allem aufgrund dieser Schlussfolgerung fühle mich verpflichtet, das Fähnchen für unseren Studiengang hochzuhalten. Am einfachsten mache ich das wohl, indem ich fünf „Gegengründe“ aufzähle.

Zu 1: Dieser Blog (so jung er auch ist, aber wir haben ja auch noch zwei Semester vor uns) ist der erste Gegenbeweis. Davon abgesehen wurden wir als Online-Journalismus-Studenten schon seit Studienbeginn mit Social Media konfrontiert – und da kam die Sache erst ins Rollen.

Seit diesem Semester beschäftigen wir uns zum einen in einer Veranstaltung mit den Möglichkeiten des Web 2.0. Zum anderen kommunizieren wir (Studenten und Professor) untereinander für unsere Praxisprojekte via Google Sites, Mr. Wong & Co und beleben wie alle PR-Studenten im Hauptstudium die PR-Fundsachen – ein Gemeinschaftsblog zu Themen rund um PR, klassische Medien und das Internet.

Außerdem erstellen wir für unseren Projektpartner (Software AG) ein Konzept für eine interne, internationale Kommunikationsplattform (im vorletzten Blogbeitrag beschrieben). Eine zweite Projektgruppe relauncht für den General Motors-Betriebsrat das „GM Workers Blog“. Die Liste ginge noch weiter.

Zu 2: Unseren Professoren sei Dank: dafür ist immer Zeit. Sowohl für die Pflicht, als auch für die Kür (für Exkurse, neue Anregungen und weitere Fragen). Es ist sogar essentiell für unseren Studiengang.

Zu 3: Kurz abgehakt: Für die PR-Studenten im Hauptstudium ist es Teil der Studienordnung bzw. der Vorlesungen. Im siebten Semester werden wir uns sogar noch eingehender mit Twitter, Friendfeed und „Freunde“ beschäftigen.

Zu 4: Tja, das klingt logisch. Aber wieso nehmen diese Professoren dann nicht ein paar Leute, die sich damit auskennen, zur Seite oder werden selbst aktiv. Es ist ja nicht so, dass man daran nichts ändern könnte. Unser Professor Thomas Pleil bloggt seit 2006, twittert seit 2007 und „friendfeedet“ seit diesem Jahr. Und versucht stets sein Bestes, es uns nahe zu legen.

Zu 5: Gegen unser „IT-Umfeld“ lässt sich nichts einwenden. Laptop, Strom, Internetzugang, Beamer, motivierte Studenten und ein motivierter Prof – mehr braucht es ja auch eigentlich nicht, um „mediensozial“ zu werden ;).

Eigentlich wäre hier noch lange nicht Schluss, aber eventuell hat jemand ein paar Ergänzungen auf Lager?

Ein Artikel von Sina Lauer

Read Full Post »