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Posts Tagged ‘Studium’

Die Vorbereitungen für die Diplomphase ab März (Thema: Ethik und Transparenz der Public Relations in Bezug auf Corporate Blogs) sind in vollem Gange. Meine Güte: Links, Studien, Bücher und Anmerkungen – wie bekomme ich das alles bloß für meine Diplomarbeit sortiert? Am Dienstag wurde uns in einem Seminar der Tipp gegeben, Citavi zu benutzen.

Ich hatte es bereits auf Twitter erwähnt. Seitdem haben es sich schon 50 Literaturhinweise auf meinem Rechner bzw. im Programm gemütlich gemacht. Für bis zu 100 Literaturangaben ist Citavi kostenlos. Es ist einfach zu handhaben, obwohl es recht umfangreich ist.

Scherzhaft fragte eine Kommolitonin während des Seminars, ob das Programm auch die Diplomarbeit schreiben könne. Das geht nicht. War ja klar :).

Eine Notiz von Sina Lauer

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Puh, es ist etwas erschreckend, was Philippe Borremans in seinem Beitrag auf dem Blackline-Blog für sich feststellt. Oder soll ich es eher als Anlass zur Freude nehmen, da es in unserem Studiengang anders läuft?

Philippe Borremans war unter anderem lange Zeit bei IBM Europe als PR Fachmann beschäftigt. Eines seiner Steckenpferde ist Online-PR. Die Kernaussage seines Beitrags: Die nächste Generation der professionell ausgebildeten PRler ist wahrscheinlich nicht auf den beruflichen Umgang mit Social Media vorbereitet. Dafür zählt er folgende fünf Gründe auf, die er aus Gesprächen mit europäischen und amerikanischen Studenten und Professoren herleitet:

  1. Studenten benutzen Facebook, Weblogs & Co zwar für den Privatgebrauch, aber nicht „in a work context“.
  2. Manche Professoren haben einfach keine Zeit, Online-Kommunikation während ihrer Vorlesungen zu behandeln.
  3. Andere sagen, sie können Social Media nicht in den Stundenplan integrieren, weil es nicht Teil der Studienordnung ist.
  4. Und wieder andere sagen (Achtung, festhalten): Sie haben selbst keine Erfahrung mit solchen Tools, wie sollen sie es dann den Studenten beibringen…
  5. An manchen (PR-) Hochschulen lässt sich das Thema gar nicht näher bringen, da es das technische Umfeld nicht erlaubt: „incorporating social media in the day to day teaching environment is an IT nightmare“.

So lange das so bleibt, meint Borremans, wird es für Kommunikationsfachleute wie ihn unmöglich sein, junge Leute mit der gewünschten Erfahrung einzustellen.

Vor allem aufgrund dieser Schlussfolgerung fühle mich verpflichtet, das Fähnchen für unseren Studiengang hochzuhalten. Am einfachsten mache ich das wohl, indem ich fünf „Gegengründe“ aufzähle.

Zu 1: Dieser Blog (so jung er auch ist, aber wir haben ja auch noch zwei Semester vor uns) ist der erste Gegenbeweis. Davon abgesehen wurden wir als Online-Journalismus-Studenten schon seit Studienbeginn mit Social Media konfrontiert – und da kam die Sache erst ins Rollen.

Seit diesem Semester beschäftigen wir uns zum einen in einer Veranstaltung mit den Möglichkeiten des Web 2.0. Zum anderen kommunizieren wir (Studenten und Professor) untereinander für unsere Praxisprojekte via Google Sites, Mr. Wong & Co und beleben wie alle PR-Studenten im Hauptstudium die PR-Fundsachen – ein Gemeinschaftsblog zu Themen rund um PR, klassische Medien und das Internet.

Außerdem erstellen wir für unseren Projektpartner (Software AG) ein Konzept für eine interne, internationale Kommunikationsplattform (im vorletzten Blogbeitrag beschrieben). Eine zweite Projektgruppe relauncht für den General Motors-Betriebsrat das „GM Workers Blog“. Die Liste ginge noch weiter.

Zu 2: Unseren Professoren sei Dank: dafür ist immer Zeit. Sowohl für die Pflicht, als auch für die Kür (für Exkurse, neue Anregungen und weitere Fragen). Es ist sogar essentiell für unseren Studiengang.

Zu 3: Kurz abgehakt: Für die PR-Studenten im Hauptstudium ist es Teil der Studienordnung bzw. der Vorlesungen. Im siebten Semester werden wir uns sogar noch eingehender mit Twitter, Friendfeed und „Freunde“ beschäftigen.

Zu 4: Tja, das klingt logisch. Aber wieso nehmen diese Professoren dann nicht ein paar Leute, die sich damit auskennen, zur Seite oder werden selbst aktiv. Es ist ja nicht so, dass man daran nichts ändern könnte. Unser Professor Thomas Pleil bloggt seit 2006, twittert seit 2007 und „friendfeedet“ seit diesem Jahr. Und versucht stets sein Bestes, es uns nahe zu legen.

Zu 5: Gegen unser „IT-Umfeld“ lässt sich nichts einwenden. Laptop, Strom, Internetzugang, Beamer, motivierte Studenten und ein motivierter Prof – mehr braucht es ja auch eigentlich nicht, um „mediensozial“ zu werden ;).

Eigentlich wäre hier noch lange nicht Schluss, aber eventuell hat jemand ein paar Ergänzungen auf Lager?

Ein Artikel von Sina Lauer

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